Jahreskongress 2008 auf Schloss Sihlberg
Am 13. und 14. März 2008 lud das Swiss Russian Forum zum Jahreskongress auf Schloss Sihlberg in Zürich — unter dem Titel „Cross-Border Investments and Risks“. Nach dem viel versprechenden Eröffnungskongress von Ende Januar 2007 waren die Erwartungen gross, und die Stiftung nutzte den Anlass, um nach einem Jahr Bilanz zu ziehen und die Weichen für die Zukunft zu stellen.
Vom Landesmuseum aufs Schloss Sihlberg
Bereits die allererste Veranstaltung der Stiftung im Landesmuseum in Zürich hatte ihren unverwechselbaren Stil gezeigt: Sorgfältig ausgewählte Persönlichkeiten aus den Bereichen Finanzen, Wirtschaft, Wissenschaft und Recht machten aus diesem ersten Kongress ein interdisziplinäres Happening, und die begeisterten Gäste aus Russland, der Schweiz und Liechtenstein waren gespannt, wie das SRF diesen positiven Schwung würde halten können.

Für das SRF bedeutete der geglückte Start die Herausforderung, die Stiftung in ihrem ersten Jahr optimal zu positionieren. Der Einbezug der Kultur — das SRF initiierte und organisierte die bejubelten Konzerte der Zürcher Sängerknaben in Moskau und St. Petersburg — bot weitere ideale Gelegenheiten für intensives Networking und sorgte länderübergreifend für viel Goodwill. Interdisziplinäres Wirken ist eines der Hauptanliegen der Stiftung.
Investitionen und Start-ups im Zentrum
Die thematischen Schwerpunkte des Kongresses auf Schloss Sihlberg waren zum einen grenzüberschreitende Investitionen und deren Risiken, zum anderen Einblicke in Start-up-Unternehmen aus der Schweiz und aus Russland. Hochrangige Persönlichkeiten wie Danilov Daniliyan, Präsident des Komitees für Investitionspolitik der Russischen Handels- und Industriekammer, oder Vladimir Kouznetsov von der Renova-Gruppe boten Einblicke in die transnationalen Investitionen zwischen den drei Ländern. Ebenso referierten erfolgreiche Schweizer Investoren über ihre Erfahrungen mit grenzüberschreitenden Geschäften — von Bankfragen bis zu steuerrechtlichen Details.
Neben den Referenten präsentierten sich sieben viel versprechende Start-up-Unternehmungen aus der Schweiz und aus Russland. Ihre Geschäftsideen und Projekte sollten das Interesse der anwesenden Investoren wecken — die Teilnehmerzahl auf Schloss Sihlberg war bewusst beschränkt.
| Programmbaustein | Inhalt |
|---|---|
| Keynotes | Cross-Border Investments and Risks, Referenten aus Kammer und Renova-Gruppe |
| Praxisberichte | Schweizer Investoren zu Banken- und Steuerfragen im Russlandgeschäft |
| Start-up-Präsentationen | Sieben Jungunternehmen aus der Schweiz und Russland |
| Rahmenprogramm | Skulpturenausstellung von Aleksey Blagovestnow |
Ein Abkommen mit Folgen
Ein wichtiges und zukunftweisendes Element des Kongresses war ein Zusammenarbeitsabkommen, das zwischen der Handels- und Industriekammer der Russischen Föderation und dem Swiss Russian Forum unterzeichnet wurde. Den kulturellen Akzent setzte der bekannte russische Skulpturenkünstler Aleksey Blagovestnow, der im Rahmen des Kongresses in Zürich eine Auswahl seiner Skulpturen ausstellte. Schloss Sihlberg, mitten in der Stadt Zürich gelegen, erwies sich damit als passender Schauplatz für eine Stiftung, die Wirtschaft und Kultur bewusst zusammendenkt.